Über Wasserstoff

Wasserstoff (H) ist unter normalen Bedingungen ein Gas und das häufigste chemische Element des Universums. Er ist Bestandteil organischer Verbindungen und des Wassers.
Allerdings kommt Wasserstoff in reiner Form auf der Erde so gut wie nicht vor, sondern muss unter Energieeinsatz aus den Ausgangsstoffen gewonnen werden.

Wasserstoff wird seit vielen Jahrzehnten industriell hergestellt. Er entsteht bei einer Reihe von Raffinerieprozessen, u.a. bei der Herstellung von Kraftstoffen. Darüber hinaus entsteht er bei chemischen Prozessen als Nebenprodukt und wird bisher vorwiegend in der Lebensmittel- und Elektroindustrie eingesetzt.

Heute wird Wasserstoff fast ausschließlich aus fossilen Energiequellen wie Erdöl, Erdgas, und Kohle gewonnen. Die Nutzung dieser fossilen Energiequellen als Primärenergie für Wasserstoff soll allerdings zukünftig reduziert werden, denn sie sind nur begrenzt vorhanden, werden immer teurer und verursachen klimaschädliche Emissionen. Das bedeutet, dass für die Produktion von Wasserstoff mittel- bis langfristig erneuerbare Energiequellen als Alternativen – wie Biomasse, Wind, Sonne, Wasser, Geothermie – herangezogen werden müssen.

Damit bietet Wasserstoff als Energieträger auch die große Chance, dass die heute vielfach bestehenden Abhängigkeiten von den erdöl- und erdgasfördernden Ländern reduziert werden können.